Dieter Fuhrmann

Fuhrmanns Früchtekorb

Pak Choi – Kohl mit Senfnote

Von Marcus Fuhrmann

Asiatische Kampfkunst als Ausgleich

Vor rund 15 Jahren begann ich, mich mit Kung Fu und Qi Gong zu beschäftigen. Das war der Suche nach einem körperlichen und geistigen Ausgleich zu meiner Tätigkeit als Fruchtgroßhändler geschuldet. Und das hat sich tatsächlich gelohnt. Die Übungen tragen dazu bei, Konzentration und Ausdauer zu stärken, Stress ab- und Energie aufzubauen.

 
Asiatisches Gemüse für die Küche

Wenn dazu noch eine ausgewogene Ernährung mit reichlich Obst und Gemüse kommt, braucht selbst der anstrengendste Beruf weder literweise Kaffee noch schachtelweise Zigaretten. Das sollte mal gesagt werden – und nun zum Pak Choi. Dabei handelt es sich um ein grünes Blattgemüse aus der Familie der Kreuzblütler. Es gehört zur asiatischen Küche wie der Spinat zur deutschen. Ich bin ein Fan ihrer Gerichte, gleich, ob chinesisch, koreanisch, thailändisch oder vietnamesisch. Sie sind vielseitig, wunderbar leicht und aromatisch und es wird nichts stundenlang zu Tode gekocht. Kurze Garzeiten sind auch für den Pak Choi entscheidend. Dann bleiben die Stiele knackig und die zarten Blätter verfärben sich nicht. Außerdem gehen die wertvollen Inhaltsstoffe nicht verloren. Es sind übrigens doppelt so viele wie im Weißkohl, besonders Kalium, Calcium, Carotin, Vitamin C und einige B-Vitamine. 

Produktion nicht nur in Asien

Zu Hause habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich Pak Choi auch hervorragend als Salat eignet, am besten kombiniert mit frischem Koriander. Dann kommt sein senfig-würziger Geschmack (er wird ja auch Senfkohl genannt) am besten zur Geltung. Am Rande erwähnt: Der meiste Pak Choi wird in China, Japan, Korea und Thailand angebaut. Auch der, den wir Großhändler hierzulande vermarkten. Doch seit inzwischen ungefähr zehn Jahren kultivieren auch holländische Gärtner das Gemüse in guter Qualität.

Spitzkohl – Kohldampf auf Kohlgemüse

Es gibt glamouröseres Gemüse als den Spitzkohl. Kein Wunder, dass die Kopfkohlart hierzulande jahrzehntelang als altbackenes Kraut verschrieen war. Im Ranking der beliebtesten Gemüsesorten kam sie über einen Platz in der letzten Reihe nicht hinaus. Das änderte sich, als Coleslaw, die amerikanische Variante des Krautsalats, und das koreanische Kimchi die deutschen Küchen eroberten. Kohl liegt inzwischen im Trend, Spitzkohl insbesondere.

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Rettich –Würziges Wurzelgemüse

Keine Frage, der Rettich ist ein Methusalem unter den heute bekannten Gemüsesorten. So ist beispielsweise überliefert, dass er bereits vor mehr als 4.700 Jahren zur Nahrung der Arbeiter an den großen Pyramiden gehörte. Von Ägypten aus gelangte die Wurzel wahrscheinlich auch nach Griechenland und Italien. Dort erlebte sie ihren zweiten Frühling.

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Pimientos de Padrón – Bratpaprika aus Galizien​

Pimientos  de Padrón sind Minipaprika von grüner Farbe und schwacher Schärfe. Sie gehören zu den vielen Beispielen, die belegen, wie sich in den letzten Jahrzehnten die Wünsche unserer Kunden und damit unser Angebot verändert haben. Als ich vor über 40 Jahren in die Selbstständigkeit als Fruchtgroßhändler startete, kannte ich nicht einmal den Namen der kleinen Schote. Und ich bin mir ziemlich sicher, den meisten Küchenchefs ging es damals genauso.

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