Dieter Fuhrmann

Fuhrmanns Früchtekorb

Papaya – Tropische Powerfrucht

Von Dieter Fuhrmann

Frühe Begeisterung

Ob die Papaya zu den gehypten Superfoods gehört, das weiß ich nicht. Und ehrlich gesagt ist es mir auch ziemlich egal. Meine Begeisterung für die tropische Frucht aus der Familie der Melonenbaumgewächse  währt jedenfalls schon länger. Sie stammt aus einer Zeit, als Chia und Quinoa noch normale Adenkörner waren. „Amazing“ heißt es heute in jedem zweiten Foodblog oder Twitteraccount, der sich mit Ernährung beschäftigt. Das waren sie damals noch nicht.

 
Reich an Vitamin C

Der Grund dafür, dass ich vom Freund zum Fan der Papaya wurde, liegt ungefähr zwanzig Jahre zurück. Damals bekam ich ein Buch von Barbara Simonsohn geschenkt: „Papaya – Heilen mit der Wunderfrucht“. Dass dieses Obst kulinarisch eine Menge zu bieten hat, wusste ich damals schon. Es ist sowohl kalorienarm als auch vitaminreich.  100 Gramm Fruchtfleisch enthalten 80 Milligramm Vitamin C . Der Tagesbedarf eines Erwachsenen liegt bei 100 Milligramm.

Gesunde Tropenfrucht

Dann aber las ich folgendes: „Ob Übergewicht, Bluthochdruck, Arterienverkalkung, Übersäuerung, Hautprobleme, Entzündungen, Krampfadern, Herpes, Verstopfung, Allergien, eine entgleiste Darmflora, Infektionen jeder Art – alle diese Beschwerden kann die Papaya verbessern.“ Ich empfahl fortan häufig Bekannten und Freunden die Gesundheitsfrucht. Die Aussagen der Hamburger Autorin nutzte ich als Pro-Papaya-Argumente.

Geschmacks- und Sortenreichtum

Derzeit wird die Powerfrucht in etwa 50 verschiedenen Sorten kultiviert und vermarktet. Als Spitzensorte gilt „Solo“. Deren saftiges Fruchtfleisch schmeckt süß und melonenartig.  Wenigstens viermal so viel Gewicht bringt die Sorte „Bahia“ auf die Waage, die wir ebenfalls aus Brasilien beziehen. Im Gegensatz zu „Solo“ und anderen Sorten ist sie reich an Fruchtsäure. Ihr Geschmack ist  besonders fruchtig und erfrischend. Erwähnen möchte ich noch die Gemüsepapaya. Diese wird unreif geerntet und spielt besonders in der Thai-Küche eine wichtige Rolle.

Vielseitig verwendbar

Alle Sorten punkten kulinarisch etwa als Carpaccio mit Minzpesto, in exotischen Obstsalaten oder tropischen Nudelsalaten. Auch Papaya-Grießbrei und Papaya mit Mozzarella sind geschmacklich eine feine Sache und ein gesunder Genuss.

Spitzkohl – Kohldampf auf Kohlgemüse

Es gibt glamouröseres Gemüse als den Spitzkohl. Kein Wunder, dass die Kopfkohlart hierzulande jahrzehntelang als altbackenes Kraut verschrieen war. Im Ranking der beliebtesten Gemüsesorten kam sie über einen Platz in der letzten Reihe nicht hinaus. Das änderte sich, als Coleslaw, die amerikanische Variante des Krautsalats, und das koreanische Kimchi die deutschen Küchen eroberten. Kohl liegt inzwischen im Trend, Spitzkohl insbesondere.

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Rettich –Würziges Wurzelgemüse

Keine Frage, der Rettich ist ein Methusalem unter den heute bekannten Gemüsesorten. So ist beispielsweise überliefert, dass er bereits vor mehr als 4.700 Jahren zur Nahrung der Arbeiter an den großen Pyramiden gehörte. Von Ägypten aus gelangte die Wurzel wahrscheinlich auch nach Griechenland und Italien. Dort erlebte sie ihren zweiten Frühling.

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Pimientos de Padrón – Bratpaprika aus Galizien​

Pimientos  de Padrón sind Minipaprika von grüner Farbe und schwacher Schärfe. Sie gehören zu den vielen Beispielen, die belegen, wie sich in den letzten Jahrzehnten die Wünsche unserer Kunden und damit unser Angebot verändert haben. Als ich vor über 40 Jahren in die Selbstständigkeit als Fruchtgroßhändler startete, kannte ich nicht einmal den Namen der kleinen Schote. Und ich bin mir ziemlich sicher, den meisten Küchenchefs ging es damals genauso.

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